Mai 2026

🐾 Zwischen Auszeit, Hundeglück und dem Gefühl, mehr zu schaffen, als man denkt

Der Mai war voll. Punkt.

Nicht „ein bisschen viel“, nicht „leicht herausfordernd“, sondern wirklich voll. Mit Studium, Abgaben, Therme, Menschen, Hundeglück, ein bisschen Lesen, ein bisschen digitaler Kunst und sehr viel von diesem Gefühl: Okay, ich ziehe das jetzt durch.

Wenn ich den Mai in drei Wörter packen müsste, wären es wohl: lehrreich, anstrengend und erfolgreich.
Und ja, ich weiß, das klingt nach einem dieser Sätze, bei denen man sich selbst kurz denkt: „Na servas, jetzt wird sie aber wichtig.“ Aber manchmal darf man auch einfach sagen, wenn man fleißig war. Ich war fleißig. Sehr sogar.

Der Mai begann aber nicht mit Studium, sondern mit einer kleinen Auszeit. Anfang Mai war ich zwei Tage in der Therme Erding. Der Grund war ziemlich speziell: Die Community von D1rtyD3vil hatte ein Subgoal erreicht, und daraus wurde eine Männerrunde. Also wirklich eine Männerrunde. Und ich war die Ausnahme.

Ich habe mich dort aber sehr wohlgefühlt. Nicht geduldet, nicht irgendwie „mitgenommen“, sondern ganz normal als Teil der Runde. Das war schön. Alle haben normal mit mir geredet, auf Augenhöhe, ohne komisches Gehabe. Ich hatte gute Gespräche, wir haben gut gegessen, viel gelacht und einfach eine gute Zeit gehabt.

Die Männer gingen fleißig rutschen. Sehr fleißig sogar. Zwischendurch machten sie „Bubu“ … also schlafen. Auf Liegen, in Körben, auf Sesseln, überall dort, wo man offenbar kurz in den Energiesparmodus wechseln konnte. Ich finde das Wort „Bubu“ übrigens herrlich. Es klingt viel niedlicher als „ich bin komplett erledigt und muss mich jetzt kurz wegbeamen“.

Ich selbst war weniger rutschen und mehr lesen. Das Wetter war zwar schön, aber mir war es draußen zu kalt, also hatte ich von der Sonne nicht ganz so viel. Gestört hat mich das aber nicht wirklich. Für mich waren die Gespräche, das Lesen, das gute Essen und diese unkomplizierte Runde viel wichtiger. Es waren wirklich coole, nette Typen. Und manchmal ist genau das die bessere Auszeit: nicht das perfekte Wetter, nicht der perfekte Plan, sondern Menschen, bei denen man sich wohlfühlt.

Das Zimmer war auch richtig cool. Es sah aus wie in einem Schiff. Solche Details bleiben mir hängen. Ich mag es, wenn Orte ein bisschen Charakter haben und nicht einfach nur aussehen wie „Hotelzimmer Nummer 475, bitte schlafen Sie hier funktional“.

Gelesen habe ich dort auch. Ich habe Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich“ von Antonia Wesseling“ angefangen. Sehr weit bin ich allerdings nicht gekommen. Ungefähr bis 9%. Danach kam der Mai mit Anlauf zurück und hat mir recht deutlich gezeigt, dass Bücher zwar schön sind, aber mein Studium gerade sehr laut „Hallo, ich bin auch noch da“ ruft.

Eine Rezension gibt es deshalb diesmal nicht. Ich habe es schlicht nicht fertig gelesen. Und ja, das ärgert mich ein bisschen, weil mein Blog eben auch ein Buchblog ist. Aber ich werde mir jetzt sicher keine Rezension aus den Fingern saugen, nur damit da etwas steht. Das wäre Quatsch. Wenn ich ein Buch bespreche, dann richtig. Alles andere kann ich lassen.

Und damit kommen wir zum großen Block des Monats: Studium.

Ich habe im Mai fünf Module abgegeben.

Nicht bestanden! Das weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Abgegeben. Das ist ein wichtiger Unterschied, und den möchte ich auch sauber so stehen lassen. Die Bewertungen kommen erst noch. Aber fünf Abgaben in einem Monat sind trotzdem fünf Abgaben in einem Monat. Da muss ich mich jetzt auch nicht künstlich kleiner machen.

Ich studiere neben meinem Vollzeitjob und habe bewusst ein Studienmodell gewählt, das mehr Spielraum lässt. Ursprünglich wäre es in meinem Modell völlig in Ordnung, für ein Modul ungefähr zwei Monate einzuplanen. Das ist auch sinnvoll, wenn man nebenbei arbeitet und nicht komplett den Verstand verlieren möchte. Wobei 😁🙈 manche Tage diskutiert man darüber innerlich schon ein bisschen.

Ich habe mir aber für April, Mai, Juni und Juli vorgenommen, etwas mehr Gas zu geben. Nicht, weil ich muss. Nicht, weil mich jemand jagt. Sondern weil ich ausprobieren wollte, was möglich ist, wenn ich gut plane und konsequent bleibe.

Für Mai hatte ich mir vier Abgaben vorgenommen. Geworden sind es fünf.

Das klingt im Nachhinein fast nüchtern. War es aber nicht. Dahinter steckten viele Stunden Arbeit, viele Wochenenden, einige Feiertage, die mir sehr zugute kamen, und ziemlich viel freie Zeit, die direkt ins Studium gewandert ist. Ich habe mir den Mai aber bewusst gut eingeteilt. Es war nicht chaotisch. Es war nicht dieses panische „Ich renne brennend durch den Kalender und hoffe, dass irgendwo ein freier Tag auftaucht“. Es war geplant.

Ich habe im Grunde jede Woche ein Modul bearbeitet. Und genau das war für mich die eigentliche Herausforderung: meinen Plan durchzuziehen.

Nicht der Zeitdruck. Den hatte ich nicht wirklich. Den mache ich mir, wenn überhaupt, selbst. Talent dazu hätte ich, keine Sorge. Aber im Mai ging es weniger um Druck und mehr um Disziplin. Ich wollte wissen, ob ich meinen Plan halten kann. Und ja, ich konnte.

Das erste Semester ist damit geschafft. Eines von zwölf.

Wenn man das so schreibt, klingt es sofort wieder nach: „Na dann, nur noch elf.“ Danke, Gehirn. Sehr motivierend. Aber trotzdem ist es ein Meilenstein. Ich bin stolz auf mich. Und erleichtert. Beides gleichzeitig.

Ich werde hier keine Noten ausbreiten, weil es mir in diesem Beitrag nicht darum geht. Ich möchte nicht, dass aus diesem Rückblick ein „Schaut her, wie brav ich bin“-Text wird. Mir geht es eher darum, was dahintersteht: planen, lernen, abgeben, dranbleiben. Neben einem Vollzeitjob. Neben Alltag. Neben allem, was eben trotzdem weiterläuft.

Noten sind schön, wenn sie gut sind. Klar. Ich bin auch nicht aus Stein. Aber sie zeigen nicht die ganze Geschichte. Sie zeigen nicht, wie oft man sich am Abend noch einmal hinsetzt. Sie zeigen nicht, wie viel man an Wochenenden macht. Sie zeigen nicht, wie oft man Dokumente nochmal öffnet, obwohl man eigentlich schon keine Lust mehr hat.

Der Mai hat mir wieder gezeigt: In einem kann mehr stecken, als man denkt.

Nicht auf diese künstliche „Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst“-Art. So ein Satz nervt mich ehrlich gesagt. Man kann nicht alles schaffen. Man hat Grenzen. Man hat Energie, die irgendwann leer ist. Man hat einen Körper, einen Alltag und manchmal auch einfach keinen Nerv mehr.

Aber manchmal steckt eben doch mehr in einem, als man vorher geglaubt hat. Nicht unendlich viel. Aber mehr. Und das zu merken, ist schon ziemlich cool.

Mein eigentliches Monatshighlight war aber kein Modul.

Es war ein Hund.

Ich war im Mai wieder einmal bei meiner Schwägerin und meinem Schwager, und die haben einen Elo. Und ja, wer mich kennt, weiß: Hunde sind bei mir ein sehr direkter Weg ins Herz. Da gibt es keine langen Verhandlungen.

Ich liebe Hunde. Ich liebe es, wenn sie sich an mich drängeln, gestreichelt werden möchten und kuscheln wollen. Dieses Gefühl, wenn ein Hund zu einem kommt und auf seine Art sagt: „Du bist okay, ich mag dich“ 🥰 das macht mich glücklich. Punkt.

Viele Hunde mögen mich sehr gern. Da gibt es auch noch einen Border Collie, der ganz verrückt nach mir ist. Von dem erzähle ich ein andermal. Der Elo ist vielleicht nicht ganz so exzessiv, aber er mag mich auch sehr. Und wenn mich ein Hund mag, dann ist das für mich einfach schön.

Der eigentliche Star des Monats. Ich diskutiere das nicht. 🐶💕🐾

Das ist vielleicht kein spektakuläres Highlight für andere Menschen. Für mich schon. Zwischen Studium, Abgaben und Alltag war dieser Besuch eine richtige Herzenspause. Und manchmal braucht man genau das: keine große Erklärung, kein Programm, kein Ziel. Nur ein Hund, der Nähe sucht.

Kreativ war der Mai auch ein kleines bisschen. Nicht viel, aber genug, damit ich gemerkt habe: Da ist noch was.

Ich habe ein digitales Katzenbild gemalt. Und das hat mich mehr gefreut, als ich zuerst gedacht hätte. Obwohl ich manchmal mehrere Phasen lang nicht male, merke ich dann: Ich kann es noch. Es ist nicht weg. Es wartet nur manchmal, bis wieder Platz dafür ist.

Die Stimmung von diesem Bild mag ich wahnsinnig gern. Es ist ruhig, weich und beruhigend. Kein realistisches Tierporträt mit Pastell oder Polychromos, sondern ein digitaler Ausflug. Aber genau solche Ausflüge dürfen auch sein. Nicht alles muss sofort in eine feste Richtung passen. Manchmal darf ein Bild einfach entstehen, ohne dass es gleich eine Lebensentscheidung wird.

Weitere Bilder und kreative Zwischenstände teile ich auf meinem Kunstaccount: @franzelin.e. Dort sieht man auch besser, wohin sich meine Kunst gerade entwickelt. Tierporträts, Pastell, Polychromos, aber eben auch ab und zu digital. Ich bin halt kein perfekt sortiertes Regal. Auch wenn ein Teil von mir das sicher gerne wäre.

Wenn ich auf den Mai zurückblicke, sehe ich keinen perfekt ausgeglichenen Monat.

Lesen kam zu kurz. Der Blog kam zu kurz. Kunst kam nur punktuell vor. Dafür war das Studium sehr präsent. Und ehrlich? Das ist gerade in Ordnung so. Nicht jeder Bereich kann gleichzeitig glänzen. Manchmal hat ein Thema Vorrang, und die anderen warten kurz.

Das heißt nicht, dass sie unwichtig sind. Es heißt nur, dass ich Prioritäten setzen muss. Und momentan hat das Studium Vorrang. Kann man drehen und wenden, wie man will. Es ist so!

Für Juni möchte ich konsequent bleiben. Aber bitte in einem vernünftigen Maß. Zwei Module reichen. Es müssen nicht wieder fünf sein. Nicht jeder Monat muss Mai spielen. Vielleicht bleibt dann auch wieder etwas mehr Zeit zum Lesen. Mein angefangenes Buch würde sich vermutlich freuen, wenn es nicht bei neun Prozent in der Warteschleife verhungert.

Der Mai war also kein ruhiger Monat. Aber ein guter. Einer, der mir gezeigt hat, dass Auszeit nicht immer perfekt aussehen muss, dass nette Menschen viel ausmachen, dass Hundeglück sehr real ist und dass ich mehr schaffen kann, als ich manchmal glaube.

Aber ich muss nicht jeden Monat alles aus mir herausholen.

Das nehme ich mir mit. Hoffentlich.
Man kennt sich ja.

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April 2026

Zwischen Magie, Pannen und drei Abgaben

Der April war einer dieser Monate, bei denen man rückblickend fast lachen muss, weil einfach zu viel auf einmal passiert ist. Nicht dieses schöne, saubere „ein Ereignis nach dem anderen“, sondern eher: Urlaub, Musical, Freunde, kaputtes Auto, Zugfahrt, Uni-Abgaben, gute Nachrichten, Erschöpfung. Alles einmal bitte und zwar gleichzeitig.
Eigentlich hätte der April ein Monat zum Durchatmen werden sollen. Hamburg war geplant. Ein paar Tage weg, raus aus dem Alltag, Musicals anschauen, gut essen, andere Luft atmen. Genau das, was ich nach den intensiven Wochen gebraucht habe.

Und dann war da unser Auto.
Schon vor dem Urlaub hatte es einen Motorschaden. Kurz danach machte auch noch die Einspritzdüse für AdBlue Probleme. Wir fuhren nach der Reparatur trotzdem nach Deutschland, weil irgendwann ist auch einmal der Punkt erreicht, an dem man sich denkt: Jetzt ziehen wir das durch. Auf der Heimfahrt wurde dann auch noch das Thermostat kaputt. Wir wurden abgeschleppt, strandeten erst in Weißenfels bei Leipzig und fuhren schließlich mit dem Zug weiter nach München.
Das war nicht romantisch. Das war nicht abenteuerlich im schönen Sinn. Das war anstrengend, mühsam und genau die Art von Erfahrung, auf die man im Urlaub eigentlich verzichten kann.

Aber trotz allem gab es sehr schöne Momente. Und die bleiben deutlich hängen, weil drumherum nicht alles glattgelaufen ist.

Und dann gab es im April noch ein tolles Ereignis, das für mich persönlich wichtig war: Ich habe meinen neuen Elektrorollstuhl bekommen. Er heißt Viktor. Ja, natürlich hat er einen Namen. Wenn etwas im Alltag so viel Bedeutung hat, darf es für mich nicht einfach nur ein Hilfsmittel bleiben.
Viktor bedeutet für mich Mobilität, Selbstständigkeit und ein Stück Freiheit.
Während unser Auto also beschlossen hat, nacheinander seine eigenen Dramen aufzuführen, kam gleichzeitig mein neuer Rollstuhl in mein Leben.

April hatte offenbar ein sehr klares Technik-Thema: Ein Fahrzeug gibt auf, ein anderes zieht ein.

In Hamburg haben wir uns Harry Potter und das verwunschene Kind angesehen. Für mich war das besonders, weil ich mit Harry Potter aufgewachsen bin. Dieses Gefühl war sofort wieder da. Nicht einfach nur Nostalgie, sondern dieses kurze Zurückfallen in eine Welt, die einen früher begleitet hat.

Die Inszenierung war wirklich beeindruckend. Besonders die Bühnentechnik und die Effekte haben mich überrascht. Die Szene mit den Dementoren, die von der Decke herunterkamen, war für mich ein echtes Highlight. Da saß ich wirklich da und dachte mir: Ja, genau so muss sich Magie auf einer Bühne anfühlen.

Auch das Theater selbst war schön in die ganze Atmosphäre eingebunden. Es wirkte nicht so, als würde nur auf der Bühne etwas passieren, sondern als wäre der ganze Raum Teil davon. Die Schauspieler waren stark. Besonders Snape und Umbridge sind mir in Erinnerung geblieben. Inhaltlich fand ich das Stück spannend und stellenweise auch bewegend.

Was ich ebenfalls positiv erwähnen möchte: Die Barrierefreiheit war sehr gut. Mein Rollstuhlplatz hatte eine gute Sicht, das WC war groß, sauber und ordentlich. Insgesamt hatte ich nicht das Gefühl, irgendwo nur „mitgedacht, aber nicht wirklich eingeplant“ worden zu sein. Das ist leider nicht selbstverständlich.

Das gastronomische Angebot vor Ort hat mich weniger überzeugt. Es wirkte auf mich eher wie teure Imbisskost. Aber das Stück selbst war großartig.

Auch MJ – Das Michael Jackson Musical hat mich sehr gepackt. Ich habe bei praktisch jedem Lied mitgesungen und allein daran merkt man schon, wie sehr mich dieser Abend mitgenommen hat. Die Energie auf der Bühne war enorm. Die Choreografien, die Kostüme, die Musik, die ganze Inszenierung. Das hatte einfach Kraft.

Was mir besonders gefallen hat: Es war nicht nur eine Aneinanderreihung bekannter Hits. Natürlich lebt so ein Musical auch von der Musik, aber hier wurde Michael Jackson auch als Mensch gezeigt. Seine Zweifel, sein Perfektionsdruck, die Prägung durch seinen Vater. Das hat mich mehr berührt, als ich vorher erwartet hätte. Vielleicht auch deshalb, weil ich diesen inneren Druck, alles besonders gut machen zu müssen, auf meine eigene Weise kenne.

Benét Monteiro hat Michael Jackson sehr glaubwürdig gespielt. Nicht nur beim Singen und Tanzen, sondern auch in den ruhigeren Momenten. Auch die jungen Darsteller waren beeindruckend, vor allem der kleine Michael bei den Jackson Five. Was Kinder auf so einer Bühne leisten, ist wirklich nicht ohne.

Ganz perfekt war es für mich trotzdem nicht. Von meinem Rollstuhlplatz im Parkett rechts konnte ich die Band auf der rechten Seite nicht sehen und auch das Bühnenbild hat sich von dort nicht vollständig erschlossen. Barrierefrei war es grundsätzlich, aber die Sicht war aus meiner Perspektive nicht ideal.

Trotzdem gehört dieses Musical für mich zu den besten, die ich bisher gesehen habe. Trotz hohem Ticketpreis war es das Geld wert. Auch die Überfahrt mit dem Boot von den Landungsbrücken zum Veranstaltungsort war ein schönes Extra.

In Wolfsburg waren wir dann in der Autostadt. Ich sage es ehrlich: Ich bin kein riesiger Auto-Fan. Deshalb war für mich nicht jeder Bereich gleich spannend. Am meisten beeindruckt hat mich das Zeithaus, weil ich die Entwicklung und Geschichte der Fahrzeuge wirklich interessant fand.

Die Autostadt selbst habe ich als sehr angenehm erlebt. Das Gelände ist weitläufig, schön gestaltet und man kann dort gut spazieren. Auch für Familien ist es sicher spannend, weil es für Kinder einiges gibt, zum Beispiel einen großen Outdoor-Spielplatz und saisonale Aktionen wie eine Ostereiersuche.

Aus Rollstuhlsicht war die Autostadt für mich sehr gut nutzbar. Ich konnte mich problemlos bewegen, und wenn es irgendwo kleinere Hindernisse gab, wurde mir sofort geholfen. Die Mitarbeitenden waren aufmerksam, freundlich und hilfsbereit, ohne dass es aufgesetzt gewirkt hat. Das mag nach einer Kleinigkeit klingen, ist es aber nicht. Gute Barrierefreiheit besteht eben nicht nur aus Rampen und breiten Wegen, sondern auch daraus, wie selbstverständlich Menschen reagieren.

Einen kleinen Minuspunkt gab es trotzdem: Im Außenbereich lag an manchen Stellen Gänsekot. Das lässt sich wahrscheinlich nicht komplett vermeiden, ist mit Rollstuhl aber unangenehm. Insgesamt war der Besuch für mich dennoch positiv. Für unseren Eintrittspreis war es stimmig, auch wenn wir nach rund zwei Stunden fertig waren. Mit mehr Interesse an Autos oder mit Kindern kann man dort sicher deutlich länger bleiben.

Das Miniatur Wunderland war wieder eine ganz andere Erfahrung. Wir hatten bewusst einen späten Zeitslot um 21 Uhr gewählt, weil wir dachten, dass es dann ruhiger sein würde. Tja. War es nicht.

Die Ausstellung selbst ist unglaublich detailreich. Man merkt wirklich, wie viel Arbeit, Können und Liebe darin steckt. Überall gibt es kleine Szenen, versteckte Details und Dinge, die man wahrscheinlich erst beim zweiten oder dritten Besuch entdeckt. Besonders gefreut habe ich mich über Asterix und Obelix. Auch die Schweiz fand ich sehr stark umgesetzt und die Züge, die sich immer wieder durch die Anlage bewegen, sind großartig gemacht.

Trotzdem konnte ich es nicht so genießen, wie ich es gerne getan hätte. Es war so voll, dass ich nach etwa 30 Minuten freiwillig beim Lift gewartet habe und meinen Mann allein weitergeschickt habe, damit er Fotos macht. Als Rollstuhlfahrerin ist eine volle Ausstellung einfach eine andere Erfahrung. Kinder laufen schnell und unvorhersehbar und wenn Erwachsene dann nicht wirklich aufpassen, wird es schwierig. Nicht, weil Kinder stören. Sondern weil ich mit dem Rollstuhl nicht einfach mal schnell ausweichen kann.

Die Barrierefreiheit an sich war gut. Das Personal war freundlich und hilfsbereit. Beim Eingang braucht man Unterstützung, weil ein Treppenlift vom Personal bedient wird, aber das war für mich kein Problem.

Mein Fazit: Das Miniatur Wunderland ist beeindruckend und sehenswert. Ich würde wiederkommen, aber nur zu einem Rollstuhl-Abend. Ich glaube, unter ruhigeren Bedingungen könnte ich es deutlich mehr genießen.

Ein schönes Treffen mit unseren Freunden in Wolfsburg gab es auch. Leider war es viel zu kurz, aber wir sehen uns bald wieder. Manchmal reicht schon das Wissen, dass ein Wiedersehen nicht ewig weit weg ist.

Und dann war da natürlich noch das Studium.

Im April kam die Note für Datenschutz und IT-Sicherheit: 2,0. Damit war die Zulassungsphase abgeschlossen. Die Studierfähigkeitsprüfung habe ich mit (2,3) bestanden, meine erste wissenschaftliche Arbeit mit 1,3 und diese Klausur nun mit 2,0.

Ich glaube, ich darf an dieser Stelle schon einmal kurz stehen bleiben und sagen: Das war kein schlechter Start.

Nicht perfekt, nicht mühelos, nicht nebenbei. Aber echt. Erarbeitet. Und genau deshalb bedeutet es mir etwas.

Gleichzeitig hat der April sehr deutlich gezeigt, dass Erfolg nicht automatisch mehr Energie bringt. Ich habe drei schriftliche Abgaben gemacht: Agiles Projektmanagement, Social Engineering und Insider Threats sowie Wahrscheinlichkeit und deskriptive Statistik. Drei Abgaben in einem Monat klingen auf dem Papier vielleicht strukturiert. In der Realität bedeutet es: lesen, denken, formulieren, prüfen, kürzen, wieder prüfen und irgendwann hoffen, dass der eigene Kopf nicht komplett aussteigt.

Ein Buch habe ich im April nicht fertig gelesen. Eine Biografie habe ich angefangen, bin aber nicht weit gekommen. Der Platz im Kopf war gerade von anderen Dingen besetzt. Quellen, Aufgabenstellungen, Abgaben, Deadlines, Formulierungen. Irgendwann ist auch der innere Speicher voll.

Vielleicht ist das eine der ehrlichsten Erkenntnisse aus diesem Monat: Ich kann viel leisten, aber nicht alles gleichzeitig gleich intensiv leben.

Der April war voll. Schön voll. Anstrengend voll. Manchmal auch einfach zu voll.

Er hatte Magie, Musik, Technik, Freundschaft, kaputte Autoteile, Zugfahrten, gute Noten, Abgaben und diese spezielle Mischung aus Stolz und Müdigkeit, die man schwer erklären kann, wenn man nicht gerade selbst mittendrin steckt.

Der Mai startet für mich übrigens direkt mit der Therme Erding. Ich darf bei einer Männerrunde mitfahren. Irgendwo zwischen 15 und 20 Männern, so genau weiß ich es selbst nicht. Sagen wir es so: Wenn ich nach diesem April noch nicht genug Belastungstest hatte, bekomme ich dort wahrscheinlich den sozialen Feinschliff.

Aber ehrlich: Ich freue mich darauf. Warmes Wasser, Tapetenwechsel, ein bisschen Abstand vom Alltag mit einem Buch. Nach diesem April klingt das ziemlich gut.

Wenn mir der April eines gezeigt hat, dann das: Man kann vieles durchziehen. Man kann improvisieren, weitermachen, lernen, schreiben, reisen und irgendwie Lösungen finden.

Aber irgendwann muss man auch aussteigen dürfen.

Aus dem Auto.
Aus dem Zug.
Aus dem Lernmodus.

Und im Mai offenbar mitten hinein in eine Männerrunde in der Therme Erding. 😁🙈💕

März 2026

🍀Zwischen Bestätigung, Warten und Vorfreude

Der März war für mich kein lauter Monat. Kein Monat, der mit großen Gesten daherkommt oder sich unbedingt in den Vordergrund drängt. Eher einer, der sich still eingeordnet hat zwischen Erleichterung, Anspannung und der leisen Gewissheit, dass sich gerade etwas verändert.

Ich habe im März die Note für meine erste wissenschaftliche Arbeit im Studium zurückbekommen: 1,3.

Und ja, ich habe mich sehr gefreut. Aber es war nicht nur Freude. Es war dieses tiefe innere Aufatmen, das man kaum in schöne Worte packen kann, weil es in Wahrheit viel größer ist als bloßer Stolz. Es war das Gefühl, dass sich etwas bestätigt hat, das ich eigentlich längst weiß und trotzdem manchmal wieder neu hören muss: Ich gehöre hier hin.

Vielleicht bedeutet mir genau dieser Satz deshalb so viel, weil ich in einem elektrischen Rollstuhl sitze und spinale Muskelatrophie habe. Menschen sehen oft zuerst die Behinderung und glauben dann, den Rest gleich mit beurteilen zu können. Als würde ein körperliches Anderssein automatisch bedeuten, dass auch im Kopf etwas fehlen muss. Genau das tut es nicht.

Diese 1,3 war für mich deshalb mehr als nur eine gute erste Uninote. Sie war auch etwas sehr Persönliches. Eine stille Antwort auf all die kleinen und großen Vorurteile, die einem im Leben begegnen. Nicht laut, nicht kämpferisch, nicht trotzig. Einfach nur klar.

Wer mir wirklich eine Chance gibt, merkt meistens ziemlich schnell, dass vieles an mir ganz anders ist, als es von außen wirkt. Und manche Menschen schaffen es auch nach einiger Zeit, meinen stark sarkastischen Humor zu verstehen.

Ich habe gelernt, mit solchen Dingen umzugehen. Manche Sätze bleiben kurz hängen, drehen ein paar Loopings im Kopf und verschwinden dann auch wieder. Und manchmal gelingt es sogar, Menschen aufzuklären und Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Vielleicht liegt genau darin etwas Eigenartiges, aber auch Kraftvolles: Wer unterschätzt wird, kann manchmal umso deutlicher zeigen, was wirklich in ihm steckt.

Die 1,3 war für mich also nicht nur eine Zahl, sondern auch Bestätigung. Schreiben liegt mir. Verstehen liegt mir. Gedanken ordnen, Zusammenhänge erfassen, Inhalte so formulieren, dass sie wirklich meine eigenen werden. Das ist etwas, das mir näher ist als stumpfes Auswendiglernen. Ich möchte nicht nur wiedergeben. Ich möchte begreifen.

Der März bleibt für mich trotz aller Freude auch ein Monat des Wartens. Ich habe eine Klausur geschrieben, auf deren Note ich noch immer warte. Diese Note entscheidet mit darüber, ob ich die Zulassungsphase hinter mir lassen kann und endlich immatrikuliert werde. Wenn ich nicht bestehe, muss ich wiederholen. Auch das gehört zu diesem Monat dazu: dieses Schweben zwischen „geschafft“ und „noch nicht ganz“.

Überhaupt merke ich inzwischen, dass das Studium meinen Alltag verändert. Nicht so sehr im äußeren Ablauf, aber in meiner Energie. Nach der Arbeit, vollzeit vor einem Computer, ist nicht einfach Feierabend. Dann geht es weiter am Computer zuhause, mit digitalen Skripten, mit Lernen, mit Durcharbeiten, mit Verstehen. Früher war am Abend oft noch Platz für andere Dinge. Für Malen, für Lesen, für Serien, für dieses Gefühl von Freizeit, das sich wirklich nach Freizeit anfühlt. Im Moment ist dieser Platz kleiner geworden.

Selbst beim Lesen merke ich das. Ich schaffe derzeit nur noch ein Buch im Monat und auch das erzählt eigentlich schon genug.

Im März war das Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe. Mich hat zuerst das Cover angelacht. Ich liebe Wölfe und vor allem Hunde. Meine Schwäche. Genau das war in dem Moment offenbar richtig. Ich wollte kein Buch, das mich zusätzlich zerlegt, beschäftigt oder noch tagelang gedanklich festhält. Davon gibt es genug und ich mag solche Geschichten auch sehr. Aber nicht immer passt die eigene Lebensphase zu einem Buch, das jede Aufmerksamkeit verschlingt. Mate war für mich eher eine kleine Flucht. Etwas, das mich unterhalten und die Wartezeit ein wenig weicher machen durfte.

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Außerdem möchte ich im März noch eine kleine Empfehlung dalassen: Mein schönstes Landschafts-Malbuch Band 1 von Tobias Nolte. Ich mag es, kreative Projekte sichtbar zu machen, gerade dann, wenn Menschen etwas Eigenes erschaffen und mit der Welt teilen. Vielleicht auch deshalb, weil ich selbst weiß, wie viel Herzblut oft in solchen Dingen steckt.

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Und während der März sich oft nach Lernen, Warten und innerer Spannung angefühlt hat, wartet Anfang April etwas, worauf ich mich wirklich freue: Hamburg.

Mein Mann und ich fahren für ein paar Tage weg. Allein dieser Tapetenwechsel fühlt sich gerade nach etwas an, das ich brauche. Raus aus dem Gewohnten, raus aus dem immer gleichen inneren Kreisen, einfach einmal woanders sein. Wir freuen uns auf das Michael-Jackson-Musical, auf Harry Potter und das verwunschene Kind Musical, auf das Miniatur Wunderland. Wenn ich ehrlich bin, auch sehr auf zwei Restaurants mit richtig guten Fischgerichten, die mir schon vor vier Jahren aufgefallen sind. Dass wir dort jetzt nochmals hingehen, freut mich fast genauso sehr wie das Programm selbst. Und wir treffen uns mit Freunden in Wolfsburg. Besser geht es nicht.

Vielleicht war der März genau das: kein spektakulärer Monat, aber ein ehrlicher. Einer, der mir gezeigt hat, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dass ich etwas kann. Dass ich hier nicht zufällig gelandet bin. Und dass Vorfreude manchmal genau das ist, was man braucht, wenn der Alltag gerade sehr voll geworden ist.

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Warum Malen für Kinder so wertvoll sein kann

Es gibt Dinge, die auf den ersten Blick ganz schlicht wirken und doch so viel in sich tragen. Malen gehört für mich dazu. Gerade für Kinder kann es etwas ganz Besonderes sein, wenn sie mit Farben einfach loslegen dürfen, ohne Vorgaben, ohne Druck und ohne dass etwas perfekt sein muss. Ein Blatt Papier kann dann plötzlich zu einem kleinen Freiraum werden. Für Fantasie, für Ruhe und für all das, was Kinder oft noch nicht in Worte fassen können.

Das Malbuch bei Thalia AT kaufen.

Auf das Malbuch Mein schönstes Landschafts-Malbuch Band 1 von Tobias Nolte hat mich Tobias selbst aufmerksam gemacht. Und irgendwie mochte ich diesen Gedanken sofort. Vielleicht auch deshalb, weil Kreativität für mich immer eine wichtige Rolle gespielt hat. Auch wenn mein eigenes Malen derzeit eher pausiert und ich noch andere Hobbys habe, bleibt diese Verbindung doch da. Wer mag, findet unter franzelin.e auf Instagram auch ein paar meiner Bilder. Umso schöner finde ich es, wenn ein Künstler Kindern mit einem Malbuch die Möglichkeit gibt, sich auf ihre eigene Weise mit Farben, Natur und Stimmung auseinanderzusetzen.

Das Buch richtet sich an junge Kinder und lädt dazu ein, Landschaften und Tiere auszumalen. Beschrieben wird es als Natur-Malbuch mit Motiven wie Wäldern, Bergen, Wasserfällen, Stränden, Blumen und Tieren.

Ich glaube, dass Malen für Kinder weit mehr sein kann als bloße Beschäftigung. Es kann ein leiser Rückzugsort sein. Ein Ort, an dem man sich verlieren darf, ohne sich wirklich zu verlieren. Ein Ort, an dem nichts bewertet werden muss und an dem gerade das Unfertige, Bunte und Unperfekte seinen eigenen Wert hat. Kinder brauchen nicht immer nur Reize, Tempo und Unterhaltung. Manchmal brauchen sie einfach etwas, das sie still werden lässt, ohne sie einzuengen.

Vielleicht liegt genau darin etwas sehr Wertvolles. Malen fordert nicht laut. Es drängt sich nicht auf. Es schenkt Raum. Und ich finde, gerade in einer Zeit, in der so vieles schnell, grell und überladen ist, sind solche stillen kreativen Momente wichtiger denn je. Forschung zu kunstbasierten Ansätzen deutet allgemein darauf hin, dass kreatives Gestalten emotionalen Ausdruck unterstützen und sich positiv auf Stress und innere Anspannung auswirken kann. Das sollte man nicht überhöhen, aber man sollte es auch nicht unterschätzen.

Genau deshalb möchte ich Mein schönstes Landschafts-Malbuch Band 1 von Tobias Nolte hier nicht groß bewerten, sondern einfach von Herzen empfehlen. Für Eltern, Großeltern oder für alle, die Kindern nicht nur irgendeine Beschäftigung schenken möchten, sondern vielleicht auch ein kleines Stück Ruhe, Fantasie und kreative Freiheit.

Wer nicht nur das Malbuch, sondern auch den Künstler dahinter entdecken möchte, findet mehr über Tobias Nolte auf seiner Website. Nolte Landscapesarts

Februar 2026

☃️ Abgegeben, gewartet und kurz in Magie eingetaucht

Der Februar war bei mir kein Monat für große Ansagen. Eher einer für: machen, abliefern, nicht zerdenken. Ich habe meine erste wissenschaftliche Arbeit im Studium abgegeben und seitdem ist da dieses sehr spezielle Gefühl, das man nicht wegmeditieren kann: Unsicherheit. Jetzt heißt es warten. Der Rest liegt nicht mehr in meiner Hand und ich bin ehrlich gespannt, was am Ende als Note zurückkommt. Mein Kopf tut natürlich so, als könnte er durchs Grübeln die Bewertung beschleunigen, aber wir wissen beide: Das klappt nur bei Stress, nicht bei Noten.

Das Thema hatte ich schnell, weil es mich persönlich und fachlich gleichzeitig packt: smarte Elektrorollstühle, Vernetzung und die Frage, wie sicher solche Systeme wirklich sind. Sagen wir es so: Ich habe mich mit überraschend viel Begeisterung durch Funkverbindungen, App Anbindungen und Sicherheitsfragen gewühlt, weil genau dort entschieden wird, ob Technik Freiheit bedeutet oder neue Risiken schafft.

Mein Problem war dabei nicht das bloße Übersetzen. Das wäre der bequeme Weg. Der schwierige Teil war dieses Dreieck aus Verstehen, Bewerten und Paraphrasieren. Erst wirklich kapieren, was gemeint ist. Dann prüfen, ob es meiner Argumentation tatsächlich etwas bringt. Und erst danach: in eigenen Worten so formulieren, dass es meine Arbeit bleibt und nicht Englisch in Tarnfarbe. Ich wollte es sauber machen. Nicht schnell. Und ja, genau deshalb habe ich lange gesucht und lange gelesen, bis ich mich sicher genug gefühlt habe.

Dazu kam noch, dass ich im Februar auch krank war. Nichts Dramatisches, aber genug, um mich daran zu erinnern, dass Produktivität manchmal weniger mit Willen zu tun hat und mehr mit Energie. Umso mehr fühlt sich die Abgabe wie ein kleiner, stiller Punkt auf meiner inneren Liste an: Haken dran.

Und weil Gedankenlaub ein Buchblog ist und bleiben soll, gab es trotzdem einen Ausflug in eine andere Welt: Animox 1 Das Heulen der Wölfe. Meine Stieftochter hat mich darum gebeten und das hatte etwas Schönes. Ich lese für die Uni zwar sowieso permanent, aber das ist funktionales Lesen. Das hier war dieses andere Gefühl: in einer Geschichte willkommen zu sein.

Ich liebe Settings, in denen Magie, Zauber und Fantasy zusammenkommen. Und ich mag diese Idee, die mich immer erwischt: Was, wenn Magie real sein könnte? Ganz ehrlich: Wäre es nicht schön, wenn man mit Tieren sprechen könnte?

Wenn du magst, blättere dich gern durch meine gelesene Geschichte im Februar. Hier findest du den Beitrag dazu:

Und falls ich demnächst wieder stundenlang englische Papers durchkämme, wünsche ich mir nur eines: Dass mir irgendwo zwischen Abstract, Fachbegriffen und Fazit ein Wolf zuflüstert: Du hast das schon richtig verstanden.


Jänner 2026

☃️ Zwischen Neujahr, Triggerwarnungen und Quellenjagd

Der Jänner ist für mich jedes Jahr ein Monat voller Widersprüche. Einerseits klingt überall dieses laute „Neustart!“, als würde mit dem Umblättern des Kalenders automatisch ein neues Kapitel beginnen. Andererseits fühlt es sich oft mehr nach „tief durchatmen, einen Schritt nach dem anderen“ an. Auch dieses Mal war es nicht anders. Kein kinoreifer Jahresbeginn, kein Instagram-würdiger „Fresh Start“-Moment. Stattdessen ein Monat, der mich ordentlich durchgerüttelt hat und immer wieder gefragt hat: „Wie ernst meinst du es wirklich mit deinen Vorsätzen?“

Trotz meines Bachelorstudiums will ich meinen Blog nicht aufgeben. Klar, ich schraube zurück, sortiere mich neu, setze Prioritäten. Aber „weniger“ bedeutet eben nicht „gar nicht“. Ich möchte mir weiterhin das bewahren, was mir guttut: Lesen, Schreiben, Gedanken festhalten. Gerade dann, wenn der Stresspegel steigt und der Alltag Gefahr läuft, alles Kreative zu ersticken.

Mein Geburtstag fiel dieses Jahr mitten in eine dieser vollen Wochen. Ehrlich gesagt: Es war ein ganz normaler Tag. Arbeit, Heimweg, Abendessen, Lernen. Kein großes Tamtam, keine plötzlichen Lebensweisheiten. Einfach nur ein leises „Okay, wieder ein Jahr älter und trotzdem bleibe ich meinen Weg treu.“ Vielleicht ist genau das der Inbegriff von Erwachsensein: Nicht mehr auf den einen besonderen Tag zu warten, sondern einfach weiterzumachen, weil es sich richtig anfühlt.

Der größte Brocken im Jänner war aber definitiv die Vorbereitung auf Modul 2: Einführung in die wissenschaftliche Arbeit in IT und Technik. Ich fühlte mich dabei manchmal wie ein Schatzsucher im Ozean der Fachliteratur, nur dass ich statt nach Gold nach wissenschaftlichen Quellen fische, die nicht nur irgendwie, sondern auch wirklich passen.

Und diese Recherche hat es in sich. Es ist eben nicht „mal schnell googeln“. Es ist stundenlanges Suchen, Vergleichen, Verwerfen. Man findet eine Quelle, freut sich und merkt beim zweiten Blick: Zu oberflächlich. Zu alt. Nicht wissenschaftlich genug. Oder: Super spannend, aber mein Englisch reicht für Smalltalk, nicht für komplizierte Fachartikel und präzises Zitieren. Aber genau da will ich mich nicht rausreden. Ich will es richtig machen. Nicht schnell, sondern gründlich. Mit sauberer Argumentation, klaren Zitaten, nachvollziehbarer Struktur.

Zitieren, das klingt so technisch, aber es zwingt mich immer wieder, achtsam und kritisch zu bleiben. Es fordert Disziplin, Genauigkeit und manchmal auch die Bereitschaft, eigene Fehler einzugestehen. Und ich gebe zu: Manchmal frage ich mich, warum die Quellenangaben immer auf Kriegsfuß mit mir stehen. 😄

Trotz allem habe ich mir ein Buch gegönnt: „My Blade, Your Back“. Kein Lesemarathon, eher eine kleine, dunkle Auszeit zwischendurch. Und ja, ich habe eine Schwäche für düstere, schräge, toxische Geschichten. Je ungesünder, desto besser funktioniert es manchmal als Leseerlebnis. Das Buch war definitiv nicht „healthy“, aber es hat mich gepackt und am Ende gab’s von mir vier Sterne. Wichtig: Im Buch gibt es Triggerwarnungen, und die sollte man ernst nehmen. Nicht alles ist für jede*n und das ist vollkommen in Ordnung.

Als wäre die Uni-Quellenjagd nicht genug, wurde es im Hauptjob auch kurz „sportlich“. Mehr muss ich dazu gar nicht sagen, nur so viel: Jänner hat mich nicht nur fachlich, sondern auch emotional gefordert.

Für den Februar setze ich mir ein klares Ziel: Die Abgabe meiner ersten wissenschaftlichen Arbeit im Studium, an der ich gerade akribisch arbeite. Mein Fokus liegt darauf und trotzdem möchte ich nicht vergessen, dass ich nicht nur Studentin bin, sondern auch jemand, der mit Leidenschaft schreibt. Momentan halt nach etwas strengeren Vorgaben.

Wenn ich den Jänner mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es nicht „Neustart“, sondern eher „Chaos mit Richtung“. Oder: Turbulenzen, aber ich sitze noch am Steuer. Und das fühlt sich, bei allem Trubel, eigentlich ziemlich gut an.

Blättere dich gerne durch meine gelesene Geschichte im Jänner:


❄️ Dezember 2025 – Prioritäten, Aufbruch und trotzdem Geschichten

Der Dezember kam nicht leise – er kam klar. Während draußen Lichterketten glühten und die Abende nach Zimt und Filmen rochen, hat sich in mir etwas sortiert. Kein hektisches „alles neu“, eher dieses ruhige, entschlossene Umstellen: Ein neuer Lebensabschnitt. Einer, in dem ich Prioritäten setze und trotzdem nicht aufhöre, ich selbst zu sein.

Ich habe in diesem Monat kein Buch fertig gelesen. Und trotzdem war Literatur da. Nur anders. Nach dem Lesen von „… und war tot.“ habe ich mein Leben hinterfragt und gemerkt: Es geht mehr, als man denkt. Manchmal kommt ein Gefühl und statt es wegzuschieben, sollte man es ernst nehmen: hinterfragen, prüfen, schauen… und dann handeln. Ich habe recherchiert, Wege verglichen und schließlich eine Uni gefunden, die sich auch auf Fernstudien spezialisiert. Und als ich den Studierfähigkeitstest positiv abgeschlossen habe, war es klar: Auf geht’s. Mit einem richtig guten Bauchgefühl.

Diese Entscheidung hat Zeit gekostet. Zeit, die sonst dem Lesen gehört. Dafür habe ich im Dezember Skripte gelesen, über Datenschutz und IT-Sicherheit, wissenschaftliche Beiträge auf YouTube angeschaut und abends bei „Lesungen“ teilgenommen. Viel Kopf, viel Neues, viel Konzentration. Und gleichzeitig war da auch die Weihnachtszeit: Urlaubsmodus, Weihnachtsfilme, Zeit mit Kind und Kegel. Ein Monat zwischen Lernen, Wärme und dem Gefühl, dass etwas in Bewegung gekommen ist.

Für 2026 nehme ich mir etwas vor, das realistisch bleibt: pro Monat mindestens ein Buch rezensieren. Wenn es mehr Bücher werden, bin ich auch zufrieden. Ich will Bücher, die „dahinschmelzen“ dürfen – konsumierbar, flüssig, aber trotzdem mit Tiefe. Geschichten, in denen man versinken kann, ohne für jedes Kapitel eine Stunde zu brauchen. Weil ich merke: Ich kann Prioritäten setzen – ohne das Lesen loszulassen.

Und wenn ich auf 2025 zurückblicke, bleiben drei Bücher ganz besonders stark in mir hängen – meine Highlights:

  • „Blackened Blade (1/5)“ von Isla Davon – weil Schmerz spricht und Dunkelheit flüstert, als wäre da ein Riss in der Realität. Trauer, Zugehörigkeit, Widerstand, Selbstdefinition, Wahrheitssuche und diese Kraft von Erinnerung und Freundschaft, die sich nicht leise verabschiedet.
  • „Der Erdbeerpflücker (1/8)“ von Monika Freth – weil die Intensität mich überrascht hat. Jugendbuch vom Label her, ja: aber in der Wirkung weit größer, als man erwartet.
  • „… und war tot.“ von Arne M. Böhler – weil es mir etwas gezeigt hat, das über die Geschichte hinausgeht: Dass man trotz Behinderung – oder vielleicht auch genau deswegen – Karriere machen kann. Und dass Grenzen oft zuerst im Kopf entstehen. Ich erinnere mich dabei „nur“ an eine Nebenfigur, aber diese Erinnerung ist geblieben. Stark.

📚 Jahresrückblick 2025: 41 Bücher | 257:20:48 Lesestunden – ein Jahr voller Welten, Abgründe, Wärme und Nachhall.

2026 wird anders. Mehr Lernen. Neue Ziele. Und trotzdem: Geschichten bleiben, nur mit einem neuen Rhythmus. Ich gehe diesen Weg mit Respekt vor dem, was er verlangt, und mit Freude auf das, was er möglich macht. Und irgendwo zwischen Skripten, Alltag und Weihnachtsfilm-Nachhall wird wieder Platz sein für Seiten, die mich erinnern: Ich kann mehr, als ich mir manchmal zutraue.